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🌿 Wenn alles ins Wanken gerät – und sich neu ordnet
Das Jahr des Feuerpferdes hat mich auf eine Weise gefordert, wie ich es so noch nicht erlebt habe.
Es gab eine Zeit, in der sich die Ereignisse gehäuft haben. Dinge sind passiert, die ich mir so nicht ausgesucht hätte und die mich an meine Grenzen gebracht haben. Verluste, Unfälle, Situationen, in denen ich mich gefragt habe, ob ich etwas übersehen habe, ob ich anders hätte handeln müssen, ob ich die Verantwortung trage.
Besonders im Zusammenleben mit den Tieren waren diese Erfahrungen sehr präsent. Mehrere Hühner und auch ein Hase sind durch den Fuchs ums Leben gekommen. Die Vergesellschaftung der neuen Hasen war herausfordernd und hat viel Geduld gebraucht – und ich habe in dieser Zeit unglaublich viel über sie gelernt.
Und dann ist mein treuer Begleiter Silver gegangen. Sein Tod hat eine lange Trauerphase nach sich gezogen und eine große Lücke hinterlassen.
Auch bei den Pferden war es nicht leicht. Liam war über längere Zeit gesundheitlich angeschlagen – geplagt von Asthma und Magengeschwüren. Es war ein intensiver und langwieriger Heilungsprozess, begleitet von Tierarzt, Osteopathie, Energiearbeit, Naturheilmitteln und vor allem davon, immer wieder genauer hinzuhören: Was braucht er wirklich? Was verändert sich, wenn ich bereit bin, meine Art des Umgangs anzupassen?
Dann kam der Unfall mit Liam und Ronan. Beide sind durchgegangen und haben sich verletzt. Zum Glück ist es glimpflich ausgegangen – aber der Schreck saß tief. Es folgte eine Pause. Zeit zum Heilen. Für die Pferde – und auch für mich.
In all dem gab es viele Momente, in denen ich mich ohnmächtig gefühlt habe. Momente voller Angst. Angst davor, dass wieder etwas passiert. Angst, nicht gut genug aufzupassen. Angst, die Verantwortung nicht tragen zu können.
Ich habe gemerkt, wie schnell ich in alte Muster rutsche: alles kontrollieren wollen, alles richtig machen wollen, alles tragen wollen.
Und gleichzeitig ging das nicht mehr.
Also blieb mir nichts anderes übrig, als langsamer zu werden.
Ich habe angefangen, mein Angebot zu reduzieren. Weniger Therapie, mehr Raum. Mehr Zeit für die Pferde. Mehr Zeit, einfach da zu sein und wieder in Kontakt zu kommen – mit ihnen und mit mir.
Und genau da hat sich etwas verändert.
Die Pferde sind zur Ruhe gekommen. Ich auch.
Liam geht es gesundheitlich wieder gut und wirkt stabiler als zuvor. Die Zeit, die wir gemeinsam hatten – ohne Druck, ohne „Funktionieren müssen“ – hat unsere Verbindung wieder gestärkt. Auch mit Ronan durfte ich wieder mehr in Kontakt kommen, ohne dass sofort etwas „geleistet“ werden musste.
Ich habe gemerkt, wie sehr mir das gefehlt hat.
Diese einfachen Momente.
Dieses Miteinander.
Dieses Gefühl von „es reicht, einfach hier zu sein“.
Gleichzeitig habe ich begonnen, klarer zu sehen, was meine Verantwortung ist – und was nicht.
Dass ich für meine Fürsorge verantwortlich bin, aber nicht für alles, was passiert.
Dass ich begleiten kann, aber nicht alles kontrollieren.
Das war nicht leicht zu akzeptieren.
Aber es hat etwas in mir weicher gemacht.
Und langsam hat sich auch im Außen wieder etwas gewandelt.
Vier neue Hühner sind eingezogen.
Die Hasen leben inzwischen in Harmonie zusammen.
Ein Welpe ist Teil unseres Lebens geworden – gemeinsam mit einer abenteuerlustigen Maine-Coon-Mix Katze, Freya.
Und mit dem Frühling kam spürbar eine neue Energie.
Dieses Jahr hat mir sehr klar gezeigt, wo meine Grenzen sind.
Aber auch, was mir wirklich wichtig ist.
Ich möchte die Freude an meinen Pferden wieder mehr selbst leben.
Ich möchte mein Angebot so gestalten, dass es für die Pferde und für mich stimmig ist.
Ich möchte Qualität statt Quantität.
Und ich möchte einen Raum schaffen, in dem echte Begegnung möglich ist – ohne Druck, ohne Überforderung.
Nicht alles war schön.
Aber vieles war wichtig.
Und auch wenn ich mir einiges anders gewünscht hätte, sehe ich heute, dass mich genau diese Erfahrungen wieder näher zu dem gebracht haben, was mir eigentlich entspricht.






Buch Projekt
Seit Jahren arbeite und schreibe ich an meinem Buch "Shaping Shadows - Lektionen des Lebens und der Pferde". Ich freue mich darauf, wenn es vollendet ist und ihr es alle lesen könnt.
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In dieser Sendung erfahren Sie mehr über Natural Horsemanship und wie man eine starke Verbindung zu Pferden aufbauen und ihr Verhalten verstehen kann. Bei dieser Philosophie steht die Körpersprache im Zentrum.


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Natürliche Hufbearbeitung liegt mir sehr am Herzen. Nach Möglichkeit gehen meine Pferde Barhuf. Ich pflege ihre Hufe nach der Huforthopädie Schule Jochen Biernat. Mehr Infos...
